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Gar­ten­ge­stal­tung bei Un­ter­neh­men im Trend

2018-09-20

Mar­kan­te Ar­chi­tek­tur ist für vie­le Un­ter­neh­men Aus­druck der Un­ver­wech­sel­bar­keit. Im­mer öf­ter nut­zen Fir­men­chefs auch die Gar­ten­ge­stal­tungs­küns­te von Karl Sai­ler zum Stär­ken der Kun­den­bin­dung, für Em­p­loy­er Bran­ding oder gar für neue Ge­schäft­s­i­de­en.


"Wir lie­ben, was wir tun, da­her ha­ben wir auch ho­he An­sprüche an die Um­ge­bung, in der wir täg­lich un­se­re Best­leis­tun­gen brin­gen", sagt Jörg Wu­ger, Wer­ber aus Lei­den­schaft. Ge­mein­sam mit Bru­der Ernst be­wegt er seit 15 Jah­ren na­tio­na­le und in­ter­na­tio­na­le Mar­ken in Salz­burg, Ber­lin und Dorn­birn. Die Ar­chi­tek­tur des Neu­baus in Salz­burg - ein Pas­siv­haus zum Wohl­füh­len, of­fe­ne Struk­tu­ren und Rück­zugs­räu­me für das 30-köp­fi­ge Team - spie­gelt die Of­fen­heit der bei­den Krea­tiv­schaf­fen­den eben­so wi­der wie ih­ren Sinn für Nach­hal­tig­keit. Ein Na­tur­pool als Frei­raum und Treff­punkt macht den Bau ein­zi­g­ar­tig.

Na­tur­pool als Agen­tur-Frei­raum

Dass es ein Na­tur­pool sein soll, war von vor­n­e­he­r­ein klar", so Jörg Wu­ger, "wir woll­ten nur na­tür­li­ches Was­ser oh­ne Che­mie und mög­lichst we­nig Auf­wand bei der Pf­le­ge. Die Um­set­zung über­nahm Karl Sai­ler, der als Ko­ryphäe im Schwimm­teich- und Na­tur­pool­bau in Ös­t­er­reich gilt und vie­le Prei­se ge­won­nen hat." Die Pla­nung ver­lief Mit­te 2017 paral­lel zum Haus­bau. Nach Fer­tig­stel­lung des Ge­bäu­des wur­de ab Mai 2018 der Na­tur­pool rea­li­siert. Ei­ne Holz­ter­ras­se ver­län­gert das Erd­ge­schoß ins Freie. Sie wird vom obe­ren Stock über­dacht und ist gleich breit wie das Ge­bäu­de. Der an­sch­lie­ßen­de Na­tur­pool ist 16x6 Me­ter groß, ein Drit­tel der Fläche di­ent als Re­ge­ne­ra­ti­ons­zo­ne. Ein Holz­s­teg führt von der Ter­ras­se über den Pool. Zur In­nen­aus­k­lei­dung wur­de Na­tur­stein aus den Salz­bur­ger Ber­gen ver­wen­det. So ist der Na­tur­pool ein au­then­ti­sches Ge­stal­tungs­e­le­ment, das ar­chi­tek­to­nisch per­fekt zur Wer­bea­gen­tur passt und da­bei den Aspekt der Nach­hal­tig­keit un­ter­st­reicht. "Die Um­set­zung ver­lief su­per pro­fes­sio­nell und sehr lei­se," be­tont Jörg Wu­ger, "wir wa­ren nur am Ran­de in­vol­viert." An­fang Ju­li 2018 wur­de der Na­tur­pool über­ge­ben, bei dem hei­ßen Jahr­hun­dert­som­mer ge­ra­de zur rech­ten Zeit.

Mar­ken­zei­chen mit ho­hem Mehr­wert

"Für uns ist der Na­tur­pool wie ein zu­sätz­li­ches Ein­rich­tungs­stück, das von den Mit­ar­bei­tern sehr gut an­ge­nom­men wird. Wir se­hen ihn als Rück­zug­s­ort, aber auch als Ort der Be­geg­nung und nut­zen die­sen Frei­raum für Work­shops, Bu­si­ness-Mee­tings und Fei­ern 'af­ter hours'. Auch von Kun­den, Gäs­ten und Kol­le­gen kam sehr po­si­ti­ves Feed­back", zei­gen sich die Auf­trag­ge­ber er­f­reut. Für Karl Sai­ler lag der Reiz die­ses Pro­jekts da­rin, "ei­nen Na­tur­pool zu bau­en als Sta­te­ment der 'Agen­tur am See' und als Mo­ti­va­ti­on für die Mit­ar­bei­ter." So po­si­tio­niert sich die "Wu­ge­rei" als at­trak­ti­ver Ar­beit­ge­ber im Kampf um die fähigs­ten Köp­fe.

Neue Ge­schäft­s­i­dee: Out­door-Sty­ling

Bei Kai­s­er­wet­ter drau­ßen im Gar­ten fri­siert wer­den, das war der Wunsch lang­jäh­ri­ger Kun­din­nen von Chris­ti­ne Haas. Mit 'hair­by­haas' be­t­reibt sie drei Fri­seur­sa­lons rund um den Wal­ler­see in Salz­burg. Nun gibt es am Stand­ort Kös­t­en­dorf ei­nen ein­zi­g­ar­ti­gen Out­door-Sty­le-Platz. "Mei­ne Kun­den sol­len sich im Sa­lon wohl­füh­len, ei­ne Aus­zeit vom All­tag neh­men und mit ei­nem gu­ten Ge­fühl heim­ge­hen. Des­halb set­ze ich auf in­di­vi­du­el­le Be­t­reu­ung, hoch­wer­ti­ge Pro­duk­te oh­ne Tier­ver­su­che und ar­bei­te mit so we­nig Che­mie wie mög­lich", so die rüh­ri­ge Hair­sty­lis­tin. Das schät­zen die Men­schen, eben­so wie das sty­li­sche Am­bi­en­te und die sehr per­sön­li­che At­mo­sphä­re. Ge­ra­de am Stamm­sitz in Kös­t­en­dorf - dem Haus der Fa­mi­lie Haas - kommt es nicht sel­ten vor, dass die Tür in den Gar­ten of­fen­steht, man die Vö­gel zwit­schern hört und die Kat­ze durch den Sa­lon st­reift. "Da­bei ist die Idee ent­stan­den, un­se­ren Kun­din­nen aus dem ur­ba­nen Raum (Salz­burg und Mün­chen) ei­nen Out­door-Sty­le-Platz zu bie­ten", er­klärt Chris­ti­ne Haas. Der über die Jah­re an­mu­tig ge­wach­se­ne Gar­ten wur­de ge­mein­sam mit Karl Sai­ler aus Pön­dorf um­ge­stal­tet, wo­bei gro­ßer Wert dar­auf ge­legt wur­de, die Be­son­der­heit des Gar­tens zu er­hal­ten. Bau­be­ginn war im No­vem­ber 2017. "Mir war wich­tig, dass die Bau­ar­bei­ten mit dem Sa­lon­be­trieb ab­ge­stimmt und die Erd­ar­bei­ten be­reits im Herbst er­le­digt wer­den, das hat bes­tens funk­tio­niert," freut sich Chris­ti­ne Haas über die ge­lun­ge­ne Um­set­zung.

Ein ver­lan­de­tes Bio­top war die Ba­sis, zu­sätz­lich wur­de ein Ap­fel­baum um­ge­setzt, um die Fläche zu ver­grö­ß­ern. Im Früh­ling 2018 wur­de dar­auf ein Holz­deck auf­ge­baut, das von ei­nem Granit-Fries ein­ge­fasst wird. Fünf gro­ße Schie­fer­plat­ten als Sicht­schutz sor­gen für In­ti­mi­tät zur an sich ver­kehrs­ar­men St­ra­ße. Auf die­sen wer­den bei Be­darf Spie­gel mon­tiert, so­dass drau­ßen fri­siert wer­den kann. Als Schall­vor­hang und zur Ab­g­ren­zung fasst ein Cor­ten­stahl-Was­ser­fall die an­de­re Ecke ein. Zwei von un­ten be­leuch­te­te Glas­e­le­men­te set­zen Ak­zen­te in der Däm­me­rung. Zur Ein­bin­dung der geo­me­tri­schen Form in den sonst or­ga­nisch an­ge­leg­ten Gar­ten sch­miegt sich ein mit Granit-Fries ein­ge­fass­tes Pflanz­beet seit­lich an den neu­en Sitz­be­reich. Es ist mit Dau­er­blüh­ern und Grä­sern bepflanzt und mit Vlies und Kies ab­ge­deckt, da­mit al­les so pf­le­ge­leicht bleibt wie mög­lich. Vor­han­de­ne Stei­ne, dar­un­ter ein Mar­mor­find­ling noch vom Aus­bag­gern des Grund­stücks und die Skulp­tur ei­nes deut­schen Künst­lers, die das Haus be­schützt, wur­den wie­der in­te­griert.

Mit­ar­bei­ter-Fes­te und Fri­sie­ren im Mond­schein

"Seit April 2018 wird der Out­door-Sty­le-Platz ge­nutzt und sehr gut an­ge­nom­men", freut sich Chris­ti­ne Haas über vie­le po­si­ti­ve Re­ak­tio­nen. "Na­tür­lich wird er nicht den gan­zen Tag zum Haa­re­sch­nei­den ge­nutzt, die Kun­den set­zen sich ger­ne raus zum War­ten oder zum Ein­wir­ken der Far­be. Ins­ge­s­amt ist der neue Gar­ten sehr an­mu­tig - auch abends, und der Brun­nen ist so le­ben­dig. Wir nut­zen den neu­en Platz auch zum Gril­len mit un­se­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen oder als Par­ty-In­sel für Tanz­a­ben­de mit Freun­den. Dar­über hin­aus über­le­ge ich ge­ra­de ei­ne Ak­ti­on "Fri­sie­ren im Mond­schein" und pla­ne ein Fest für un­se­re Kun­den. Wir sind sehr zu­frie­den mit der in­di­vi­du­el­len Gar­ten­ge­stal­tung, die wir so viel­sei­tig nut­zen kön­nen. Wenn Kun­den fra­gen, wer das um­ge­setzt hat, emp­feh­le ich Karl Sai­ler sehr ger­ne wei­ter." "Ein Um­bau ist im­mer ei­ne grö­ße­re Her­aus­for­de­rung als ei­ne kom­p­let­te Neu­ge­stal­tung", er­klärt Gar­ten­ex­per­te Karl Sai­ler: "Hier war es wich­tig, den be­ste­hen­den Mix an Pflan­zen und Ma­te­ria­li­en zu er­hal­ten und al­les Neue leicht­fü­ß­ig zu in­te­grie­ren. Der geo­me­tri­sche Platz hebt sich deut­lich ab, passt aber auf­grund der An­bin­dung durch We­ge und an­g­ren­zen­de Flächen per­fekt ins Ge­samt­bild. Dies wird un­ter­stützt durch ge­deck­te Far­ben. So ha­ben wir Grau­tö­ne mit An­th­ra­zit, Braun und Rost beim Cor­ten­stahl-Brun­nen so­wie Glas kom­bi­niert. Pas­send zur Gar­ten­mau­er, die aus den Stei­nen ei­nes al­ten Sch­los­ses be­steht, wur­den Na­tur­stein­plat­ten für die We­ge und Frie­se ver­wen­det."

Ar­chi­tek­to­ni­sches Sta­te­ment

2005 wur­de die Ös­t­er­reich­zen­tra­le der Bau­spar­kas­se Wüs­ten­rot AG in Salz­burg sa­niert. Das Sie­ger­pro­jekt ei­nes in­ter­na­tio­na­len Wett­be­wer­bes schuf ei­nen in­no­va­ti­ven Pro­to­typ für öko­lo­gi­sche und en­er­gie­tech­ni­sche Sa­nie­rung und über­setzt die Wer­te des Un­ter­neh­mens, "Si­cher­heit", "Zu­sam­men­ge­hö­rig­keit" und "Träu­me Le­ben", in Ar­chi­tek­tur. Karl Sai­ler führ­te da­bei im Auf­trag des Ar­chi­tek­ten­tri­os Trau­ner.Strobl.Bach die Neu­ge­stal­tung des Haupt­ein­gangs aus. Nun ge­langt man über ei­nen Steg auf die In­sel mit dem Emp­fangs­be­reich. Die­ser liegt in ei­nem klei­nen See, der un­mit­tel­bar an das Ge­bäu­de reicht und in dem sich die fu­tu­ris­ti­schen Fas­sa­den wi­der­spie­geln.