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Feu­er­s­tel­le als Treff­punkt und Kraft­platz

2017-02-23

Mo­der­ne Gar­ten­ge­stal­tung zeich­net sich durch kla­re Struk­tu­ren und For­men­sp­ra­che aus. Ein­zel­ne Ele­men­te – wie sorg­fäl­tig ge­wähl­te Pflan­zen, kon­tra­st­rei­che Ma­te­ria­li­en und De­ko-Ob­jek­te – set­zen Ak­zen­te und be­to­nen die In­di­vi­dua­li­tät. Die Kunst be­steht da­rin, die­se Fak­to­ren zu ei­nem at­mo­sphärisch stim­mi­gen, pf­le­ge­leich­ten Ge­samt­kon­zept zu ve­r­ei­nen.


„Mo­der­ne Gär­ten be­s­te­chen durch ih­re na­tür­li­che Lo­ck­er­heit, die sich ganz am Stand­ort und sei­nen Ge­ge­ben­hei­ten ori­en­tiert und die­se op­ti­mal zur Gel­tung bring­t“, er­klärt Karl Sai­ler aus Pön­dorf bei Straßwal­chen, der seit über 35 Jah­ren Gar­ten­träu­me für sei­ne Kun­den rea­li­siert: „Kraft­plät­ze in Form von Was­ser oder ei­ner Feu­er­s­tel­le wer­ten je­den Gar­ten auf.“

Ei­ne Fa­mi­lie aus Os­ter­mie­t­hing woll­te den Platz hin­ter dem Wohn­haus neu ge­stal­ten. Ers­te Über­le­gun­gen gin­gen in Rich­tung Gar­ten­teich, wes­halb man 2016 die Gar­ten­mes­sen für ers­te Er­kun­di­gun­gen nutz­te. Nach ei­nem Be­such im Schau­gar­ten der Fir­ma Sai­ler in Pön­dorf bei Straßwal­chen, wo zahl­rei­che Ge­stal­tungs­lö­sun­gen be­gu­t­ach­tet wur­den, war klar: „Ei­ne Feu­er­s­tel­le soll­te zum neu­en Treff­punkt für Fa­mi­lie und Freun­de wer­den, als Ort der Ge­sel­lig­keit, an dem un­ter­schied­li­che Al­ters­grup­pen zu­sam­men­kom­men und an dem sich die En­er­gie bün­del­t“, er­klärt die Auf­trag­ge­be­rin.

Da­für galt es, fol­gen­de Her­aus­for­de­run­gen zu lö­sen: das vor­ge­se­he­ne Ge­län­de ist ei­ne Hang­la­ge und soll­te auch für die Kin­der Platz zum Spie­len bie­ten, da­bei aber op­tisch vom Re­ge­ne­ra­ti­ons­be­reich ge­t­rennt sein. Au­ßer­dem ist das Grund­stück run­d­um stark be­wach­sen, wes­halb die­ser Be­reich die meis­te Zeit schat­tig, dun­kel und kühl ist. Da­bei soll­te die neue Gar­ten­ge­stal­tung mög­lichst we­nig Zeit für Pf­le­ge be­an­spru­chen, da die El­tern selb­stän­dig sind und die knap­pe Frei­zeit mit der Fa­mi­lie und Freun­den ge­nie­ßen wol­len. Beim Lo­ka­lau­gen­schein vor Ort wur­de klar, dass sich auch die Zu­fahrt zum Gar­ten schwie­rig ge­stal­ten wür­de. Ge­spräche mit dem Nach­barn lös­ten die­ses Pro­b­lem aber rasch: das an­g­ren­zen­de Grund­stück durf­te für die Zu­fahrt mit Bag­ger und Bau­fahr­zeu­gen ge­nutzt und über­schüs­si­ges Ge­hölz so­wie Un­kraut ent­fernt wer­den. Ein 3 Me­ter brei­ter St­rei­fen wur­de ent­lang des Zauns ge­ro­det, um Licht in das Ge­län­de zu brin­gen und zu­g­leich mehr rä­um­li­che Wei­te zu schaf­fen.

Wohn­zim­mer im Frei­en

Die Lö­sung lag nun zum ei­nen da­rin, die Hang­la­ge zu ter­ras­sie­ren und dar­aus un­ter­schied­li­che Zo­nen zu schaf­fen. Für die Mau­er, die den Hang stützt, wur­den un­be­han­del­te Na­tur­stei­ne ge­wählt, die Na­tür­lich­keit und Na­tur­ver­bun­den­heit zum Aus­druck brin­gen. Die Stie­ge stellt das ver­bin­den­de Ele­ment zur kreis­run­den Feu­er­s­tel­le dar. Mau­er und Stie­ge la­den auch zum Sit­zen ein. Die Be­geg­nungs­zo­ne mit Sitz­platz ist per­fekt in das Ge­län­de ein­ge­bet­tet. Hier flie­ßen al­le Be­rei­che zu­sam­men. Das Ni­veau wur­de an das an­g­ren­zen­de Wohn­haus an­ge­passt. Tritt­plat­ten aus Na­tur­stein stel­len die Ver­bin­dung zur Ter­ras­se her. Die Aus­ge­stal­tung des Bo­den­be­la­ges spielt mit un­ter­schied­li­chen Kies­sor­ten in ver­schie­de­nen Korn­grö­ß­en und Far­ben. So wird die Feu­er­s­tel­le im Zen­trum von an­th­ra­zit­far­bi­gem Kies ein­ge­rahmt, der nicht nur sc­hön, son­dern auch prak­tisch ist, wenn Asche zu Bo­den fällt. Der dunk­le Ring um die me­tal­le­ne Feu­er­scha­le un­ter­st­reicht da­bei die Form und fo­kus­siert die En­er­gie im Zen­trum. Der wei­ße Kies stellt den Kon­trast her und strahlt Hel­lig­keit aus. Ein ei­ge­ner Be­reich ist für die Kin­der re­ser­viert. Da­zu wur­de ein gro­ßes Stel­zen­haus mit Rut­sche er­rich­tet und ein Bo­den­tram­pu­lin ein­ge­baut. Der Un­ter­grund wur­de als Fall­schutz mit Rin­den­mulch auf­ge­füllt. Ei­ne grü­ne He­cke sorgt für den Sicht­schutz zum Nach­bar­grund­stück.

„Ins­ge­s­amt ist ein stim­mi­ges Gan­zes ent­stan­den aus ru­hi­gen und be­leb­ten Zo­nen, das in wei­chen und ge­schwun­ge­nen For­men in­ein­an­der fließt, so wie ich mir das ge­wünscht hat­te“, freut sich die Auf­trag­ge­be­rin mit ih­rer gan­zen Fa­mi­lie: „Al­les war plan­mä­ß­ig zu Som­mer­be­ginn fer­tig­ge­s­tellt und wir sind irr­sin­nig zu­frie­den! Seit­her ha­ben wir un­ser neu­es er­wei­ter­tes Wohn­zim­mer in­ten­siv ge­nutzt für ge­müt­li­che Stun­den mit der Fa­mi­lie und Fei­ern mit un­se­ren Freun­den, auch im Win­ter und zu Sil­ves­ter! Sc­hön war für mich, die Team­ar­beit zu er­le­ben. Wir schät­zen nicht nur die Fach­kom­pe­tenz der Fir­ma Sai­ler und die um­fas­sen­de Be­ra­tung, son­dern auch den Um­gang der Leu­te auf der Bau­s­tel­le. Wir hat­ten schon meh­re­re Bau­s­tel­len und sind recht an­spruchs­voll. Da uns vie­le Ide­en erst in der Bau­pha­se kom­men, brau­chen wir ein fle­xi­b­les Team an un­se­rer Sei­te. Es gab ei­ne en­ge Ab­stim­mung wäh­rend des Pro­jekts und al­le wa­ren sehr ge­dul­dig mit uns. Man fühlt sich ein­fach gut auf­ge­ho­ben, auch die Nach­be­t­reu­ung war 1A.  Ins­ge­s­amt ei­ne tol­le Bau­s­tel­le und ei­ne su­per Um­set­zung!“