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Na­tur­pool: mo­dern, ch­lor­f­rei, mit Well­nes­scha­rak­ter

2017-02-20

Na­tur­pools lie­gen im Trend. Sie bie­ten kri­s­tall­kla­res Was­ser und Ba­de­spaß oh­ne Che­mie mit we­nig Auf­wand. Und da­zu An­nehm­lich­kei­ten aus dem Well­ness­be­reich. Die An­sprüche an mo­der­ne Na­tur­pools wach­sen, bei der An­schaf­fung will vie­les be­dacht sein. 2015 stand ei­ne Fa­mi­lie aus dem Salz­bur­ger Flach­gau vor die­ser Ent­schei­dung. Das Er­geb­nis wur­de vom Ver­band Ös­t­er­rei­chi­scher Schwimm­teich- und Na­tur­pool­bau VÖSN 2016 mit ei­ner Me­dail­le aus­ge­zeich­net.


Die ers­ten Über­le­gun­gen des Haus­herrn gin­gen in Rich­tung Ni­ro­sta­pool. Doch Gat­tin und Kin­der hat­ten bei den Nach­barn ei­nen Schwimm­teich ent­deckt und fa­vo­ri­sier­ten die Va­ri­an­te für na­tur­na­hes Ba­den. Die Fa­mi­lie nutz­te ei­nen Be­such beim Her­s­tel­ler in Pön­dorf, um sich im 20.000 m2 gro­ßen Schau­gar­ten in­spi­rie­ren zu las­sen. Zur Ent­schei­dungs­fin­dung wur­de sch­ließ­lich über­legt, wel­che Zwe­cke der Pool er­fül­len soll­te:

An­for­de­rung­s­pro­fil für Fa­mi­li­en­pool

Ne­ben dem Ba­den soll­te ei­ne sport­li­che Be­tä­ti­gung im Was­ser mög­lich sein. Auch Well­ness-Kom­po­nen­ten wie Mas­sa­ge­dü­sen wa­ren wün­schens­wert. Sch­ließ­lich di­ent ein Pool nicht nur zum Schwim­men, son­dern auch da­zu, den Tag zu ge­nie­ßen oder den Abend ge­müt­lich aus­k­lin­gen zu las­sen. Das Was­ser soll­te tem­pe­ri­er­bar sein, wenn die Som­mer kühl aus­fal­len und auch, um den Pool über die Ba­de­sai­son hin­aus nut­zen zu kön­nen. In der Über­gangs­zeit und im Win­ter soll­te der Pool als Tauch­be­cken nach der Sau­na und zu­ge­fro­ren zum Eis­lau­fen und Eis­ho­ckey­spie­len die­nen. Da­mit war klar: es soll­te ein Na­tur­pool wer­den, des­sen Cha­rak­ter ei­nem mo­der­nen Pool mit al­len An­nehm­lich­kei­ten ent­spricht. Da der Nach­bar mit sei­nem Schwimm­teich sehr zu­frie­den war, führ­te der Weg im Herbst 2015 wie­der zu Karl Sai­ler.

„Bio­lo­gisch-tech­ni­sche Na­tur­pools ent­sp­re­chen den im­mer höhe­ren An­sprüchen un­se­rer Zeit an ei­nen mo­der­nen Pool: die Men­schen wol­len ih­re knap­pe Frei­zeit ge­nie­ßen, sie wol­len che­mie­f­rei ba­den und mit we­nig Auf­wand ei­ne gleich­b­lei­bend ho­he Was­ser­qua­li­tät“, er­klärt der ös­t­er­rei­chi­sche Pio­nier im Na­tur­pool­bau, Karl Sai­ler. Die Rei­ni­gung er­folgt nicht nur durch Pflan­zen, son­dern auf bio­lo­gisch-bak­te­rio­lo­gi­scher Ebe­ne über ei­nen Bio­film, der sich in un­ter­schied­li­chen Mi­ne­ral­schich­ten auf­baut. Der Vor­teil: Bak­te­ri­en bau­en die Nähr­stof­fe we­sent­lich sch­nel­ler ab als Pflan­zen. Der Rei­ni­gung­s­pro­zess wird tech­nisch–me­cha­nisch un­ter­stützt. Da­durch kön­nen Na­tur­pools in je­der Grö­ße rea­li­siert wer­den. Das Was­ser muss nicht jähr­lich ge­wech­selt wer­den. Es ist che­mie­f­rei, weich und so sau­ber, dass man es so­gar trin­ken könn­te. Bis zu 2/3 der Fläche ste­hen zum Schwim­men zur Ver­fü­gung. 

Über den Win­ter er­folg­te die Pla­nung und im März star­te­ten die Bag­ger­ar­bei­ten bei noch ge­fro­re­nem Bo­den. Der Na­tur­pool wur­de an der Längs­sei­te des Hau­ses per­fekt in die vor­han­de­ne Fläche in­te­griert. Da das Haus nicht un­ter­kel­lert ist, wur­den so­fort nach dem Aus­gr­a­ben die Scha­lung für den Na­tur­pool er­s­tellt und die Wän­de hoch­ge­zo­gen. Auch das Fun­da­ment der an­g­ren­zen­den Ter­ras­se muss­te hin­ter­füllt wer­den. Zu­sätz­lich wur­de die Schwer­last­mau­er hin­ter dem Haus zur Ab­si­che­rung des Han­ges ver­stärkt. Ei­ne Kong­lo­me­rat­stein­mau­er si­chert den Na­tur­pool vor­ne zur St­ra­ße hin ab. Ei­ben die­nen hier als Sicht­schutz.

  

Rein­heits­ge­bot für na­tur­na­hen Ba­de­spaß

Bei Na­tur­pools von Karl Sai­ler gilt das „KS Rein­heits­ge­bot“: man sieht nur Was­ser, Stei­ne und Was­serpflan­zen. Da­zu wird die Fo­lie mit Na­tur­stei­nen in Spe­zial­be­ton ver­k­lei­det. Das sorgt für ei­ne na­tür­li­che Op­tik und er­laubt den Ein­satz von Teich­sau­ger und Ro­bo­ter zur Pf­le­ge. Zur In­nen­ver­k­lei­dung wur­den hier auf Emp­feh­lung von Karl Sai­ler erst­mals gro­ße Un­maß­plat­ten aus me­di­ter­ra­nem Mu­schel­kalk ver­wen­det. Die­ser Kalk­stein löst laut neu­es­ten Un­ter­su­chun­gen sehr we­nig Phos­phat aus. Au­ßer­dem strahlt das Was­ser tür­kis­blau.

Der Na­tur­pool mit ei­nem Schwimm­be­reich von 4 x 10 m wird von ei­ner Mau­er ein­ge­fasst und vom Re­ge­ne­ra­ti­ons­be­reich um­rahmt, der mit 20 m2 ein Drit­tel der Ge­samt­fläche ein­nimmt. Da­bei wur­de auf Wunsch des Haus­herrn der Über­gang vom Fil­ter zum Schwimm­be­reich flie­ßend ge­stal­tet. Die Ab­g­ren­zung zum Fil­ter­be­reich di­ent als Sitz­bank un­ter Was­ser und trennt die lo­sen Ge­stei­ne von dem mit Plat­ten aus­ge­k­lei­de­ten Schwimm­be­reich. 

 

Sport, Well­ness & At­mo­sphä­re

Ein Teil des Pool­bo­dens wur­de als Po­dest mit ei­ner Was­ser­tie­fe von 1,40 m ge­stal­tet, so­dass man be­qu­em dar­auf ste­hen und es für sport­li­che Zwe­cke nut­zen kann. Für den Well­ness-Cha­rak­ter sorgt ei­ne Sitz­bank mit Spru­deldü­sen. Zwei wei­te­re Mas­sa­ge-Dü­sen sind ne­ben dem Stie­gen­ein­gang an­ge­bracht. Wich­tig war der Fa­mi­lie auch die at­mo­sphäri­sche Be­leuch­tung. Da­zu wur­den LED Schein­wer­fer ein­ge­baut, die je nach Stim­mung per Fern­be­di­e­nung die Far­be wech­seln. Zum Tem­pe­rie­ren des Pools wur­de ei­ne Wär­m­e­pum­pe in den Was­ser­k­reis­lauf in­te­griert.

Die Mau­er, die als Be­g­ren­zung zum Zu­gangs­weg di­ent, wur­de mit Ga­bio­nen er­rich­tet, ge­füllt mit tür­ki­sen Glas­stei­nen und da­hin­ter ei­ner LED-Röh­re als Weg­be­leuch­tung, die per­fekt zur tür­ki­sen Far­be des Was­sers passt. Oben­auf di­ent ei­ne Holz­ver­k­lei­dung als Lie­ge­fläche.  

Im Zu­ge der Ar­bei­ten wur­de auch die hin­te­re Ra­sen­fläche neu an­ge­legt. Die Ter­ras­se wur­de zur Loun­ge um­ge­stal­tet. Als Ab­g­ren­zung und idea­le Ab­s­tell­fläche di­ent ei­ne klei­ne Stein­mau­er. Die Spot­be­leuch­tung am Bo­den der Holz­ter­ras­se sorgt für an­ge­neh­mes Licht. Das un­ter­ir­disch ver­leg­te TV-Ka­bel wur­de be­reits zum „pu­b­lic vie­wing“ der Fuss­ball-WM mit Fa­mi­lie und Freun­den ge­nutzt. 

  

Ganz­jäh­rig nutz­bar & sc­hön

Die Fer­tig­stel­lung er­folg­te Mit­te Ju­ni. Trotz der in­ten­si­ven Nut­zung und des hei­ßen Som­mers funk­tio­niert der Pool bes­tens. „Das Was­ser ist im­mer glas­klar und auf der Haut an­ge­nehm weich“, freut sich die Fa­mi­lie, „Um­wäl­zung und Durch­strö­mung funk­tio­nie­ren bes­tens. Ge­le­gent­lich läuft der Teich­ro­bo­ter. In der Über­gangs­zeit ha­ben wir den Pool als Tauch­be­cken nach der Sau­na ge­nutzt. Das war ei­gent­lich auch der aus­schlag­ge­ben­de Fak­tor für den Na­tur­pool, dass wir ihn auch im Win­ter nut­zen kön­nen und die stö­ren­de Pool­ab­de­ckung weg­fäll­t“, re­sü­miert der Haus­herr:

„Wir woll­ten kei­ne Über­da­chung, so ist der Pool auch im Win­ter ein an­sp­re­chen­der Be­stand­teil des Gar­tens. An­fangs wa­ren die Bo­dendü­sen in Be­trieb. Wir ha­ben den Pool dann aber zu­frie­ren las­sen, so wur­de er zum Eis­lauf­platz. Wir ha­ben ganz kla­res Eis. Es schaut toll aus, wenn man das blaue Farb­licht zu­schal­tet! Jetzt kön­nen wir Eis­ho­ckey spie­len und Eis­lau­fen! Da­zu ha­be ich Aus­deh­nungs­pols­ter be­sorgt, die rand­stän­dig un­auf­fäl­lig die Pool­wand schüt­zen. Ins­ge­s­amt großar­tig! Wir ha­ben im ers­ten hal­ben Jahr den Pool schon voll aus­ge­kos­tet!  Und wir ha­ben sehr gu­tes Feed­back von Be­kann­ten, Ver­wand­ten und Nach­barn er­hal­ten!“

„Al­les ist so ge­wor­den, wie wir uns das vor­ge­s­tellt ha­ben“, freut sich der Auf­trag­ge­ber, „auch die Ve­r­än­de­run­gen rund­her­um im Gar­ten. Wir konn­ten un­se­re ei­ge­nen Ide­en ein­brin­gen und auch un­ser per­sön­li­ches En­ga­ge­ment, das war uns von vor­ne he­r­ein wich­tig. Die Pla­nung ha­be ich mit mei­ner Frau zu­sam­men ge­macht, da hat es dann nur mehr klei­ne Ve­r­än­de­run­gen ge­ge­ben. Auch mit dem Ver­lauf der Bau­s­tel­le ins­ge­s­amt wa­ren wir zu­frie­den: der Bau­s­tel­len­lei­ter und Vor­ar­bei­ter, wie auch das ge­sam­te Team wa­ren sen­sa­tio­nell, sie ha­ben sehr ge­wis­sen­haft und sau­ber ge­ar­bei­tet. Ins­ge­s­amt ist al­les sehr pro­fes­sio­nell ab­ge­lau­fen und zu un­se­rer volls­ten Zu­frie­den­heit um­ge­setzt wor­den!“