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Al­m­­see er­­strahlt nach Sa­­nie­rung

2016-12-05

Er­win Ber­g­ham­­mer ist be­­kannt als Vi­­si­o­­när. So ver­­wun­­dert es kaum, dass der Grün­­der von Team7 be­­reits vor über 20 Jah­­ren ei­­nen Schwim­m­­teich er­rich­­ten ließ. Doch der großz­­ü­g­i­­ge Ba­­de­­see wur­­de tr­­üb. Nun wur­­de Karl Sai­­ler, der Pi­o­­nier im Na­­tur­­pool­­bau, zur Sa­­nie­rung ge­holt.


Preis­ge­krön­te Schwimm­tei­che und Na­tur­pools

Als Er­win Berg­ham­mer vor über 20 Jah­ren sein Grund­stück zum ers­ten Mal sah, war klar: das oder kei­nes. Auf dem 5.000m2 gro­ßen Ge­län­de en­t­­­stand ein ganz be­son­de­res Do­mi­zil aus ita­lie­ni­­schen Zie­geln in ei­ner na­tur­be­las­se­nen Land­schaft. Als per­fek­te Er­gän­zung soll­te ein großz­ü­g­i­ger Schwimm­teich die of­fe­ne Fläche be­le­ben. Der Zie­gel­lie­fe­r­ant ließ es sich nicht neh­men, das „Haus am See“ zu be­sich­ti­gen und nann­te ihn „La­go Mi­no­re“.

Vom Haus aus kann man den Blick über ei­ne Was­ser­fläche von ins­ge­s­amt 800m2 schwei­fen las­sen.  Wich­tig war dem Be­sit­zer, dass der Teich trotz sei­ner Grö­ße pf­le­ge­leicht war. Doch ge­ra­de die­se Vor­­­ga­be wur­de zur un­lös­ba­ren Her­aus­for­de­rung: mit ei­ner Län­ge von 50 Me­tern und ei­ner durch­schnit­t­­li­chen Tie­fe von 2 Me­tern fasst der Schwimm­teich rund 1,600m3 Was­ser.

Zu der Zeit, als die­ser Schwimm­teich er­baut wur­de, galt als Fau­st­re­gel für die Auf­tei­lung der Fläche: 1/3 Schwimm­be­reich und 2/3 Bepfl­an­zung, wo­für größ­t­en­teils Schilf ver­wen­det wur­de. Doch Schilf wur­zelt tief, setzt Phos­­pha­te frei, die das Al­gen­wachs­tum an­re­gen und bil­det reich­lich Schlamm. Die Was­ser­qua­li­tät selbst war zwar nicht das Pro­b­lem. Doch das Al­gen­wachs­tum konn­te in der war­men Jah­res­zeit trotz häu­fi­gen Ke­scherns nicht auf­ge­hal­ten wer­den. Die Par­ti­kel und die gelb­li­che Far­be des Was­sers lu­den nicht ge­ra­de zum Schwim­men ein. Je­des Jahr im Früh­jahr und im Herbst muss­te der Schlamm ab­ge­saugt und das Was­ser ge­tauscht wer­den, was nicht nur auf­wän­dig war, son­dern auch sch­lecht für die Teich­­bio­lo­gie.


Mehr­fach wur­den Ver­su­che un­ter­nom­men, das Was­ser zu be­le­ben und das Al­gen­wachs­tum zu un­ter­bin­den. So wur­de ein Bach als Zu­lauf er­rich­­tet, es wur­den we­ni­ger Pflan­zen und zu­sätz­li­che Mi­kro­or­ga­nis­men ein­ge­setzt, um die Nähr­stof­fe ab­zu­­­bau­en. Ins­ge­s­amt wur­den drei An­läu­fe un­ter­­nom­men, um das Pro­b­lem in den Griff zu be­kom­­men. Doch die­se Ein­zel­ak­tio­nen wa­ren nicht die Lö­sung. Des­halb hol­te Er­win Berg­ham­mer sch­ließ­lich Karl Sai­ler aus Pön­dorf bei Straßwal­chen für ei­ne grund­le­gen­de Sa­nie­rung.

Um­fas­sen­des Sa­nie­rungs-Kon­zept

„Wir wer­den im­mer wie­der zu Schwimm­tei­chen ge­ru­fen, de­ren Öko­sys­tem nicht funk­tio­nier­t“, er­klärt Karl Sai­ler aus Pön­dorf, der als Meis­ter­be­trieb mit über 35 Jah­ren Er­fah­rung in der Gar­ten­ge­stal­tung das Qua­li­täts-Zer­ti­fi­kat vom „Ver­band Ös­t­er­rei­chi­scher Schwimm­teich- und Na­tur­pool­bau“ (VÖSN) trägt. Ge­mein­sam mit Er­win Berg­ham­mer sah sich der Ex­per­te En­de 2015 den Teich vor Ort an. Da­bei ach­te­te der Fach­mann dar­auf, ob die rich­ti­gen Pflan­zen­sor­ten und das pas­sen­de Pflanz­sub­st­rat ver­­wen­det wur­den. Er be­gu­t­ach­te­te die Schütt­stär­ke der lo­sen Ma­te­ria­li­en, die nicht durch­strömt wer­den eben­so wie die Rand­aus­bil­dung. Dar­aus ent­stand ein Kon­zept für ei­nen um­fas­sen­den Neu­auf­bau.

Bio­lo­gisch-tech­ni­sche Na­tur­pools im Trend

„Wenn wie in die­sem Fall Ein­zel­maß­nah­men nicht aus­rei­chen, um die Was­ser­qua­li­tät wie­der­her­zu­s­tel­­len, emp­feh­le ich ei­ne tech­nisch-me­cha­ni­sche Auf­be­rei­tung des Was­sers durch un­ser selbst ent­wi­ckel­­tes KS Groß­flächen­fil­ter­sys­tem“, er­klärt Karl Sai­ler. „Un­ser spe­zi­el­ler Groß­flächen­fil­ter be­rei­tet das Was­ser mi­kro­bak­te­rio­lo­gisch über ei­nen Bio­film auf. Der Rei­ni­gung­s­pro­zess wird tech­nisch–me­cha­­nisch un­ter­stützt und er­folgt nicht nur durch Pflan­zen, son­dern auf bio­lo­gisch-bak­te­rio­lo­gi­scher Ebe­ne über den Mi­kro­film, der sich in den un­ter­schied­li­chen Mi­ne­ral­schich­ten auf­baut. Der Vor­teil: Bak­te­ri­en bau­en die Nähr­stof­fe we­sent­lich sch­nel­ler ab als Pflan­zen. „Da­mit lie­gen bio­lo­gisch-tech­ni­sche Na­tur­­pools im Trend. Denn sie sind kri­s­tall­klar und pf­le­ge­leicht, bie­ten ei­ne gleich­b­lei­ben­de Qua­li­tät des bio­lo­gisch ge­r­ei­nig­ten Was­sers und ent­sp­re­chen den An­sprüchen un­se­rer Kun­den, die ih­re knap­pe Frei­zeit je­den Tag vor der Haus­tür ge­nie­ßen möch­ten. Das Was­ser ist nicht nur weich, son­dern che­mie­f­rei und so sau­ber, dass man es so­gar trin­ken könn­te. Bis zu 2/3 der Fläche ste­hen zum Schwim­­men zur Ver­fü­gung,“, er­klärt der Fach­mann.

Alm­see er­strahlt nach ganz­heit­li­cher Sa­nie­rung

„Der Teich wur­de aus­ge­pumpt und aus­ge­bag­gert – bis auf die Fo­lie. Das war der hei­kels­te Teil der Um­bau­ar­beit“, be­sch­reibt Er­win Berg­ham­mer den Ablauf der Sa­nie­rung: „Der Bag­ger­fah­rer hat ganz präzi­se ge­ar­bei­tet, um die Fo­lie nicht zu be­schä­d­i­gen!“ An­sch­lie­ßend wur­de ein Teil der Schwimm­fläche für die Auf­be­rei­tung ab­ge­t­rennt und die Ver­roh­rung ein­ge­bracht. Das KS Groß­­flächen­fil­ter­sys­tem sorgt für Was­ser­um­wäl­zung und Sau­er­stoff­ver­sor­gung. Da­zu wird nun an vier Stel­len Sau­er­stoff ein­ge­bracht. Die au­to­ma­ti­sche Ober­flächen­ab­sau­gung fil­tert dank der gu­ten Durch­strö­mung gro­be Ve­r­un­r­ei­ni­gun­gen her­aus. In den Sub­st­rat­auf­bau wur­de ein spe­zi­el­les Gra­nu­lat ein­ge­bracht, das den An­sprüchen der Mi­kro­or­ga­nis­men ent­spricht und kei­ne or­ga­ni­sche Sub­stan­zen ent­hält, die als Phos­pha­te an das Was­ser ab­ge­ge­ben wür­den. Karl Sai­ler setzt da­bei auf na­tür­li­che Aqua­top-Pro­duk­te, die Gift­stof­fe ab­sor­bie­ren und ein un­ge­tr­üb­tes Ba­de­verg­nü­gen er­mög­li­chen. Die Bepfl­an­zung er­folg­te im Früh­jahr 2016. Es wur­de kein Schilf mehr ein­ge­setzt, son­dern sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­te Pflan­zen ver­wen­det, dar­un­ter Sumpf­schwer­t­­li­lie, Blut­wei­de­rich und Was­ser­min­ze.

Nun strahlt der „La­go Mi­no­re“ wie ein Ju­wel in­mit­ten des An­we­sens und er­f­reut sei­ne Be­sit­zer mit kla­rem, bio­lo­gisch rei­nem Was­ser. Denn bei Na­tur­pools von Karl Sai­ler gilt das Rein­heits­ge­bot: Wenn man in ei­nen Na­tur­pool schaut, sieht man nur Was­ser, Stei­ne und Was­serpflan­zen. Da­zu wird die Fo­lie mit Stei­nen, wel­che in Spe­zial­be­ton für den Was­ser­bau ver­setzt wer­den, ver­k­lei­det. Das er­gibt nicht nur ei­ne per­fek­te Op­tik, son­dern er­leich­tert auch die Pf­le­ge. Im hei­ßen Som­mer 2016 wur­de der Schwimm­teich be­reits eif­rig ge­nutzt. „Mit dem ganz­heit­li­chen Sys­tem von Karl Sai­ler ist ein Alm­see ent­stan­den, der die Rein­heit und ho­he Qua­li­tät des Was­sers auch op­tisch zur Gel­tung bringt. Das freut uns sehr“, zeigt sich Er­win Berg­ham­mer er­f­reut über die ge­lun­ge­ne Sa­nie­rung. „Noch da­zu ha­ben die ewi­gen Um­bau­ten un­nö­t­ig viel Geld ge­kos­tet. Und die Hälf­te der Gar­ten­ar­beit ist für das Ab­sau­gen und Ke­schern drauf­ge­gan­gen. Das hät­ten wir uns er­spa­ren kön­nen!“

© HIGH­FO­TO.at - Er­win Berg­ham­mer